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Schulaktivitäten

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin
Bericht über die Berlinfahrt vom 18. Februar bis 22. Februar 2014 der Klassen ME 12.1 und 12.2 mit Herrn Baumann, Herr Plitt und Frau Haag

Dienstagmorgen um 9.00 Uhr trafen wir uns alle – bis auf einen Schüler, der aus Krankheitsgründen fehlte – am Saarbrücker Hauptbahnhof, um auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Annette Hübinger nach Berlin zu fahren.
Abenteuerlustig stiegen wir in den Regionalzug noch Mannheim, um dann von dort aus mit dem ICE nach Berlin zu düsen. Am späten Nachmittag kauften wir im Berliner Hauptbahnhof unsere Gruppenfahrtickets und fuhren in unser Hostel nach Moabit.
Die Schüler waren in Vierbettzimmern mit Etagenduschen untergebracht, wir Lehrer natürlich nicht! Jede Lehrperson hatte ihr eigenes Zimmer mit Dusche! Über das Preis-Leistungsverhältnis konnten wir nicht klagen, auch die  Hostelangestellten waren sehr freundlich und hilfsbereit.
Nach kurzer Einweisung in die Hausordnung und nochmaligen Überblick über die kommenden Tage und Regeln konnten sich alle ein eigenes erstes Bild von Berlin machen.
Berlin

Wir Lehrer erkundeten unseren Stadtteil Moabit mit seinen kulinarischen Angeboten und landeten dann auch beim Vietnamesen. Es war schon toll zu erleben wie gut und günstig man essen konnte. Die Schüler stellten das wohl auch fest, aber vor allem bezüglich des flüssigen Essens und Nachtlebens. Dabei nahm die Disco „Matrix“ einen besonderen Stellenwert ein.
Ihre Erkundungen dauerten auch bei weitem länger als unsere. Da sage noch einmal einer, Schüler hätten keine Ausdauer beim Lernen von Neuheiten!
Am nächsten Morgen machten wir uns „taufrisch und wach“ nach einem guten Frühstück auf eine vierstündige geführte Tour durch Berlin. Dabei sahen wir Berlin vor allem aus dem Blickwinkel des Mauergeschehens und der geteilten Stadt. Unser Stadtführer selbst konnte aus eigener Betroffenheit erzählen, denn er hatte drei Fluchtversuche hinter sich als er in den Westen kam.
Am nächsten Tag dann ging es in den Bundestag. Die Sicherheitsvorkehrungen waren sehr beeindruckend, sowie die ganze Atmosphäre. Hier also agieren unsere gewählten Vertreter. Das ganze Gebäude atmete denkwürdige Geschichte und Autorität trotz aller Schwächen, die auch die menschlichen Abgeordneten an den Tag legen. Gerade an diesem Morgen war der neue Minister für Ernährung und Landwirtschaft vereidigt worden (Edathy-Affäre) und wir konnten noch einen kurzen Moment Angela Merkel erkennen, bevor wir den Plenarsaal auf den oberen Rängen betraten. Dort gelten strenge Regeln: „A-A-A“ (Aufmerksam sein, Aufrecht sitzen und Augen aufhalten). Ein Verstoß hätte direkte Kamerasichtung zur Folge und Ausstrahlung im Fernsehen.
Wir sahen viele gewichtige, bekannte Gesichter, so unter anderem unsere zwei Saarländer: Peter Altmeyer und Heiko Maas. In der Sache kamen in unserer Stunde die brisante Situation in der Ukraine (viele Tote) und die Reaktionen Deutschlands sowie die NSU-Affäre zur Sprache.
Danach hatten wir ein eineinhalbstündiges Gespräch mit Frau Hübinger, die uns ihre Arbeit näher darlegte, über aktuelle Probleme sprach und unsere Fragen beantwortete.
Sehr beeindruckend war der Gang durch die Glaskuppel und fantastischer Sonnenschein erhellte die Sicht über ganz Berlin.
Soviel Neues verlangte nach gutem Essen und auch das konnten wir im Besucherrestaurant Paul-Löbe-Haus. Alles in der Einladung inklusive!
Das war ein tolles, aber auch anstrengendes Erlebnis. Unsere Schüler nahmen die Erkenntnis mit, dass gerade das Anhören der Vorträge im Plenum hohe Konzentration erfordert und unsere Abgeordneten dabei immer auch die neuen Medien nutzen müssen um aktuell zu sein. Und auch, wenn der Plenarsaal nur halb voll ist, so heißt das nicht, dass sie faul zu Hause liegen, sondern in ihren Ausschüssen oder anderen Verpflichtungen zugange sind.
Nachmittags stand die jüngste Geschichte in der „Topographie des Terrors“ (Aufstieg der Nationalsozialisten, Herrschaft und Ende) auf dem Plan und am Abend konnten alle wieder ausspannen.
Freitags ging es dann nach Potsdam – anfangs leider mit Regenwetter, das allerdings im Laufe des Tages in Sonnenschein wechselte. In Potsdam gingen wir über die Glienicker Brücke und danach wurden wir durch Schloss Cecilienhof geführt. Hier hatte die Potsdamer Konferenz stattgefunden. Danach konnten sich alle eine Zeitlang in Potsdam verweilen.
Unsere beruflichen Klassen waren natürlich nach so viel Geschichte und politischer Gegenwart auch an ihrem beruflichen Bereich interessiert, und wir fuhren ins Technikmuseum, das nach 15 Uhr für unsere Schüler kostenlos ist. Hier konnte man die ersten Entwicklungen des Computers bis heute sehen, die Dampfmaschine und ihre Auswirkungen auf die industrielle Produktion und Fortbewegungsmittel aller Art (Züge, Autos, Flugzeuge).
Natürlich haben wir Lehrer und auch einige Schülergruppen auch andere Plätze und Stätten Berlins besucht, aber allein das Hauptprogramm war schon so dicht, dass die neuen Inputs erstmals verdaut werden müssen. Berlin kann nicht in 5 Tagen erkundet werden und ist immer wieder eine Reise wert.
Auf unsere Heimfahrt am Samstag – alle Schüler waren vollzählig, gesund und munter – waren wir uns einig, dass diese Fahrt ein Supererlebnis für alle gewesen war, von dem wir noch lange zehren werden. Wir Lehrer müssen auch nochmal betonen, dass gerade die Berufsblockklassen aus dem Metallbereich sich als sehr angenehm, interessiert und geregelt erwiesen haben.
Hier danken wir auch unserer Schul- und Abteilungsleitung sowie den Firmen, die diese Fahrt so tatkräftig unterstützt haben.