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Das Berufsbildungszentrum Völklingen, die Saarstahl AG
und die AG der Dillinger Hüttenwerke kooperieren bei Feuerwehrausbildung

Die Saarstahl AG und die AG der Dillinger Hüttenwerke bieten erstmals in ihrer Geschichte jungen Menschen die Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann/zur Werkfeuerwehrfrau für ihre Werkfeuerwehren an. Da der Arbeitsmarkt keine „fertigen“ Werkfeuerwehrleute bereithält und die 2015 novellierte Werkfeuerwehrverordnung neue Anforderungen an die Ausbildung stellt, entschieden die Saarhütten, den Nachwuchs in Zukunft selbst auszubilden. Gemeinsam mit dem Berufsbildungszentrum Völklingen ist es gelungen, eine entsprechende Landesfachklasse für die Ausbildung im Saarland zu etablieren. Die insgesamt 14 Azubis der beiden Saarhütten müssen daher nicht rund 200 Kilometer zur bisher nächstgelegenen Berufsschule ins hessische Rüsselsheim reisen, sondern werden ab 6. August im Rahmen der dualen Ausbildung in Völklingen unterrichtet. 1

„Diese neue Kooperation mit dem BBZ, mit dem wir schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten, ist für uns ein echter Glücksfall“, erklärte Peter Schweda, Arbeitsdirektor von Dillinger und Saarstahl. „Unseren Azubis bleiben lange Fahrten erspart, für die Unternehmen entfällt eine zeitintensive Organisations- und Betreuungsarbeit und die Kosten reduzieren sich. Der standortnahe Unterricht macht den Beruf für Bewerber insgesamt attraktiver, zumal die Interessenten am BBZ hervorragende Bedingungen vorfinden.“ 

 

In der Tat überzeugt das BBZ Völklingen gleich auf mehreren Ebenen: Da die Schule bereits zahlreiche technische Ausbildungsberufe mit verwandten Lerninhalten anbietet sowie ein Berufliches Oberstufengymnasium (u.a. mit den Fachrichtungen Elektrotechnik, Metalltechnik und Biotechnologie) beheimatet, stehen wichtige Funktionsräume wie ein Chemie-, Biologie-, Physik- und ein Werkstoffprüflabor bereits zur Verfügung. Ebenso kann auf eine Metall- und Holzwerkstatt sowie ein Elektrolabor zurückgegriffen werden. „Aufgrund unserer vorhandenen Ausstattung fallen keine zusätzlichen Sachkosten an“, erläuterte Oberstudiendirektor Norbert Moy, Schulleiter des BBZ. Zudem war kein zusätzliches Lehrpersonal notwendig, da in der Abteilung 4 (Metallberufe und Gewerbeschule), in die der neue Ausbildungsberuf integriert wird, breitgefächertes fachliches Knowhow vorhanden ist. Insbesondere komplettieren ein Oberlöschmeister und zwei Hauptfeuerwehrmänner, die seit vielen Jahren in dieser Abteilung unterrichten, die fundierte schulische Ausbildung zum/zur Werkfeuerwehrmann/-frau. Alle haben bereits zahlreiche Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule absolviert, weisen eine entsprechende Expertise auf und gewährleisten eine ausreichende Anzahl an Lehrerstunden.

Nach der Erteilung der Befähigungsbescheinigungen Ende 2017 durch die IHK und der anschließenden Kontaktaufnahme mit dem Ministerium für Bildung und Kultur verlief dann die Zusammenarbeit aller Partner derart konstruktiv, dass bereits zum Ausbildungsjahr 2018/19 die neue und im Saarland einzige Landesfach-klasse für die Feuerwehrausbildung ihren Lehrbetrieb aufnehmen kann.2

Der offizielle Startschuss für die Kooperation fiel schon am 13.06.2018 mit einem gemeinsamen Pressetermin auf dem Schulgelände. Neben der Schulleitung des BBZ Völklingens, Herr Oberstudiendirektor Moy und Herr Studiendirektor Schmitt, waren als Vertreter der Saarstahl AG Herr Wendler (Ausbildungsleiter), Herr Hüttel-Gier (Ausbildungsleiter Technik), Herr Philippi (Abteilung Sicherheit und Gesundheit), Herr Dörr (Werkfeuerwehr), Frau Jungmann (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Frau Engel (Abteilung Kommunikation)  anwesend. Die AG der Dillinger Hüttenwerke wurde vertreten durch Herrn Sämann (Abteilung Soziales und Gesundheit / Werkschutz und Werkfeuerwehr) und Herrn Minor (Werkfeuerwehr). Ebenso waren Herr Groß und Herr Bös vom Ministerium für Bildung und Kultur als Gäste vor Ort. Vom Regionalverband Saarbücken als Schulträger waren Herr Wiesen und Herr Jungmann zugegen.
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